In der traditionellen Fertigungwar „kontinuierliche Verbesserung“ ein irreführender Begriff. Es lag nicht daran, dass die Anwender unehrlich oder im Unrecht waren. Doch manuelle Prozesse, Datenerfassung und Analysen setzten harte Grenzen für das, was selbst die engagiertesten Methoden der kontinuierlichen Verbesserung erreichen konnten.
Im Verlauf von Verbesserungsinitiativen stießen diese auf zwei manuelle Hürden, die nicht zu überwinden waren. Erstens: Die Tiefe und Skalierbarkeit der für kontinuierliche Verbesserung erforderlichen Daten war jenseits menschlicher Möglichkeiten nicht erreichbar. Zweitens: Nach erfolgten Verbesserungen wurden Audits, Wartung und Korrekturen manuell durchgeführt, sodass die korrigierten Prozesse erneut abweichen konnten. Aufgrund dieser Gegebenheiten blieb kontinuierliche Verbesserung bestenfalls ein erstrebenswertes Ziel.
Die Grenzen traditioneller Verbesserungsinitiativen
Manuelle Datenanalysen stoßen an viele Grenzen, selbst wenn sie mit älteren Softwaresystemen zur Leistungssteigerung kombiniert werden. Dazu zählen:
- Menschlicher Fehler – Daten werden häufig falsch eingegeben oder Zahlen vertauscht.
- Auslassungen – Viele Bediener verpassen in einer geschäftigen Fertigungsumgebung ein Erfassungsfenster.
- Bias – Was für die eine Person ein „Stau“ ist, ist für die andere ein „Fehler“, was zu Unklarheiten führt.
- Datensilos –Abteilungen nutzen unterschiedliche Software, die Berichte in anderen Einheiten oder mit abweichender Terminologie liefert.
- Zeitverzögerungen – Selbst bei genauer Datenerfassung vergeht so viel Zeit für Aggregation, Bereinigung, Analyse und Verteilung, dass die Gelegenheit zur Ermittlung einer Ursache bereits verstrichen ist.
Diese Kombination von Faktoren bedeutete, dass traditionelle Verbesserungsmethoden zwar spürbare Effekte erzielen konnten, aber immer darauf beschränkt waren, „die niedrig hängenden Früchte zu pflücken“, bevor der Punkt abnehmender Erträge erreicht wurde.
Digitalisierung für Verbesserungen
Auch wenn Verbesserungsprogramme und -methoden erfolgreich waren, ermöglicht die Digitalisierung von Prozessen und der Einsatz von Software für die intelligente Fertigung es Unternehmen, noch weiter zu gehen, indem sie ihre Abläufe digitalisieren. Ohne diese Maßnahmen können Unternehmen Verbesserungen nicht weiter ausbauen oder das System ohne zusätzlichen Arbeitseinsatz aufrechterhalten.
Mit automatisierten Prozessen werden Datenfehler und Auslassungen nahezu vollständig eliminiert. Sensoren auf Maschinenebene liefern zuverlässige Daten für Analysen am Edge und in der Cloud. Die automatisierte Datenerfassung entlastet Mitarbeitende von mühsamen Erfassungsaufgaben, sodass sie sich stärker auf Produktivität und wertschöpfende Aktivitäten konzentrieren können.
Die Fertigungsautomatisierung in der intelligenten Fertigung beseitigt zudem Bias. Sensoreingaben überwachen die Produktion und senden Fehlercodes an HMIs, PCs und Tablets. Bediener und Manager erfahren den exakten Grund für das Stoppen einer Spindel oder Maschine. Die Fertigungsautomatisierung ermöglicht es Ihnen, Ausfallzeiten zu kategorisieren, sodass Sie jederzeit über den Zustand der Maschine informiert sind.
Plattformen für die intelligente Fertigung wie Plex lassen sich nahtlos in bestehende Unternehmenssoftware wie das MES, das ERP und weitere Systeme integrieren oder stellen diese Software als Teil der Plattform bereit. Dadurch werden Datensilos aufgelöst, sodass das Unternehmen mit einer zentralen Informationsquelle für alle Maschinendaten arbeitet.
Echtzeitdaten sind entscheidend für eine Automatisierung, die Sicherheit und Produktivität in der gesamten Fabrik verbessert. Während Daten erfasst, organisiert und vereinheitlicht werden, liefern erweiterte Analysen Echtzeiteinblicke, mit denen Anwender Engpässe identifizieren und Verbesserungen umsetzen.
Verbesserung der Verbesserungen
Die oben beschriebene digitale Grundlage verschafft Unternehmen die Werkzeuge,um eine wirklich kontinuierliche Verbesserung zu ermöglichen. Viele Erkenntnisse führen zu sofortigen Veränderungen, sobald die Ursachen für Engpässe identifiziert sind. Hier trennt sich der Weg zwischen traditioneller, erstrebenswerter kontinuierlicher Verbesserung und digitaler kontinuierlicher Verbesserung. Sobald Änderungen mit automatisierten Prozessen und Software für die intelligente Fertigung umgesetzt werden, lassen sich diese Änderungen ebenfalls automatisieren.
Es ist nicht mehr nötig, mühsame und zeitaufwändige Audits zu planen, um sicherzustellen, dass der neue Prozess nicht abweicht. Die gleichen Echtzeitanalysen, die die Veränderung angestoßen haben, können genutzt werden, um den Prozess mit Berichten, Warnungen und historischen Vergleichswerten auf Kurs zu halten. Software für die intelligente Fertigung geht noch weiter: Da die Änderungen jetzt automatisiert sind, können Sie auf einer noch detaillierteren Ebene weiter in die Tiefe gehen, um verborgene Trends undKapazitäten für weitere Verbesserungen aufzudecken.
Digitale kontinuierliche Verbesserung für Ihr Unternehmen
Kontinuierliche Verbesserung muss kein bloßes Ziel sein, das wertvolle Ressourcen bindet. Und sie muss sich nicht auf das Pflücken der niedrig hängenden Früchte beschränken. Mit einer Plattform für die intelligente Fertigung wie Plex entwickeln Sie eine digitale Strategie für kontinuierliche Verbesserung, die Veränderungen im gesamten Unternehmen vorantreibt.
Mit Echtzeitdaten und tiefgehenden Analyseerkenntnissen steigern Sie die Maschinenlaufzeit und die Anlagenverfügbarkeit, sodass Sie von zeitaufwändigen Aufgaben zu wertschöpfenden Aktivitäten übergehen. Und Sie entwickeln sich von reaktiven zu vorausschauenden Reaktionen in der gesamten Fabrik.
Erfahren Sie, wie Software für die intelligente Fertigung kontinuierliche Verbesserung in der Praxis ermöglicht, indem Sie eine dieser kompakten Erfolgsgeschichten lesen.
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