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Wenn es Zeit ist, nach Hause zurückzukehren – Reshoring und Planung der Lieferkette

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Die Auswirkungen von Reshoring und der Planung der Lieferkette stehen bei vielen schon seit einiger Zeit ganz oben auf der Agenda. Als das Containerschiff Ever Given im März 2021 im Suezkanal feststeckte, war das mehr als nur eine spannende Nachricht.

Da Schiffe wochenlang blockiert waren, wurde die Situation der Ever Given zu einem Weckruf für Fachleute der Lieferkettenplanung, die in den letzten Jahren eine Reihe von Unterbrechungen erlebt haben. Neben der Ever Given hatten globale Lieferketten bereits Unterbrechungen durch COVID-19 im Jahr 2020 sowie durch Handels- und Zollbeschränkungen ab 2016 überstanden.

Solche Ereignisse haben die Strategie für die Planung der Lieferkette signifikant beeinflusst. Vor 2016 hatte sich die „Weltwirtschaft“ so weit entwickelt, dass viele ein trügerisches Sicherheitsgefühl hatten. Viele planten, eine schlanke Lieferkettenplanung umzusetzen, da die Lieferwege immer stabiler wurden. Mit der jüngsten Serie von Unterbrechungen richten Unternehmen ihren Fokus nun strategisch aus und setzen stattdessen auf agile Lieferketten.

Vom Impuls zur Welle

Während Unterbrechungen in der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnts Überlegungen hervorgehoben und beschleunigt haben, war die Frage, ob Reshoring oder Nearshoring sinnvoll ist, schon länger ein Thema in Lieferkettenstrategien. Mit dem durch neuen Wohlstand verbesserten Lebensstandard in entfernten Ländern stiegen die Arbeitskosten bereits. Aus diesem und weiteren Gründen wurde die Endmontage vieler Warengruppen bereits seit mehreren Jahren zurückverlagert oder näher an den Heimatmarkt gebracht. Angesichts des Ausmaßes neuer Störungen entstand bei Unternehmen ein Gefühl der Dringlichkeit und ein verstärkter Fokus auf Strategie. Viele standen vor der Herausforderung, zu entscheiden, ob sie Reshoring, Nearshoring oder die Beibehaltung bestehender Lieferketten anstreben sollten. Andere wiederum überlegten, welche Teile der Lieferkette zurück- oder näherverlagert werden sollten, falls ein hybrides Modell sinnvoll erscheint. Bis Ende 2020 hatten sich diese Impulse zu echten Wellen entwickelt.

Vorausschauende Planung

Für Fachleute der Lieferkette hängt die Entscheidung, was zurückverlagert werden soll, von den Ressourcen des Unternehmens und seiner Fähigkeit ab, eine widerstandsfähigere und agilere Lieferkettenstrategie zu entwickeln. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob sie nach Unternehmen suchen sollten, die ihnen helfen, ihre Planungsmodelle entsprechend anzupassen.

  1. Schnelle Digitalisierung: Die Fähigkeit, angesichts von Unterbrechung agil zu bleiben, bedeutet, dass Unternehmen, die sich bereits auf einer Digitalisierungsreisebefinden, ihren aktuellen Prozess beschleunigen. Das heißt, eine schnellere Einführung führender Lösungen für die Nachfrage- und Lieferkettenplanung. So können sie nahezu Echtzeitdaten nutzen, um präzise Prognosen zu erstellen und „Was-wäre-wenn“-Strategien zu ermöglichen, die Führungskräften Zeit für Reaktionen verschaffen.
  2. Betriebskosten: Aufgrund steigender Arbeitkosten im Ausland betrachten viele Unternehmen inzwischen die gesamten Betriebskosten, um ihre Entscheidungen in der Lieferkette zu treffen. Es zählt nicht mehr nur der niedrigste Stückpreis, wenn es um Nearshoring nach Mexiko oder Südamerika geht. Kosten, Gemeinkosten und Logistik werden zusammen mit dem Risiko von Unterbrechung abgewogen, um potenziell günstigere Preise für näher produzierte Waren zu erzielen.
  3. Abwägungen: Viele Unternehmen haben Millionen in den Aufbau von Lieferketteninfrastruktur in Ländern wie China investiert. Es ist weder praktikabel noch wirtschaftlich, davon auszugehen, dass diese Unternehmen einfach schließen und zurückkehren. Stattdessen hilft die Anbindung dieser Lieferanten an Nachfrage- und Angebotssoftware, Lieferketten zusammen mit anderen Elementen wie der Endmontage präziser zu steuern.

Wann eine Rückverlagerung sinnvoll ist

Die komplexen Entscheidungen, die für Nearshoring oder Reshoring erforderlich sind, führen nicht zu einer einfachen Entweder-oder-Antwort. Natürlich kann es bei kritischen Warengruppen wie persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und Arzneimitteln im nationalen Interesse zu einer vollständigen Rückverlagerung in die USA kommen. Die übrige Fertigung wird jedoch Strategien verfolgen, die die genannten Überlegungen einbeziehen. So können Unternehmen einen Kurs einschlagen, der hybride Nearshore-/Reshore-Modelle vorsieht – basierend auf den Daten, die ihnen zeigen, was optimal ist.

Um dieses optimale Gleichgewicht zu erreichen, setzen Unternehmen auf die agile Lieferkettenplanungs-Software von Plex Supply Chain Planning. Wie die jüngsten Ereignisse mehrfach gezeigt haben, ist End-to-End-Transparenz wichtiger denn je.Demand and Supply Planning Software von Plex Supply Chain Planningbietet diese Transparenz, um hochpräzise Pläne und Prognosen zu erstellen.

Durch die Identifizierung von Nachfragetrends und die Optimierung der Lagerbestandsstrategie auf Basis von Daten ermöglichen komplexe, aber präzise Prognosen Unternehmen, Unterbrechungen zu meistern. Mit genauen Daten, fortschrittlichen Algorithmen und überlegenen Analysefähigkeiten können Unternehmen diese Prognosen und Trends nutzen, um zu entscheiden, ob Reshoring oder Nearshoring für sie insgesamt oder als Teil einer differenzierten Strategie sinnvoll ist, um der Konkurrenz voraus zu sein.

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Themen: Supply-Chain-Management Planung

Plex Team
Plex Team
Plex, by Rockwell Automation, ist der führende Anbieter von cloudbasierten Smart-Manufacturing-Lösungen und befähigt Hersteller weltweit, herausragende Produkte zu fertigen. Unsere Plattform verschafft Herstellern die Möglichkeit, jeden Aspekt ihres Unternehmens zu vernetzen, zu automatisieren, nachzuverfolgen und zu analysieren, um die Transformation voranzutreiben. Die Plex Smart Manufacturing Platform umfasst Lösungen für Manufacturing Execution (das MES), ERP, Qualität, Lieferkettenplanung und -management, industrielles Internet der Dinge und Analysen, um Menschen, Systeme, Maschinen und Lieferketten zu verbinden und ihnen eine präzise, effiziente und agile Führung zu ermöglichen.

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