Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie hat im Vergleich zu anderen Fertigungsbereichen einzigartige Anforderungen. Vorschriften und Compliance sind von Bundesland zu Bundesland aufwendig, und diese Belastung steigt, wenn Komponenten und Rohstoffe international versandt werden. Selbst wenn die Vorgaben strenger Regulierungsbehörden eingehalten werden, führen Verderb und „Verbrauchsdatum“ dazu, dass jährlich Tonnen an Produkten verloren gehen. Hinzu kommen die Zerbrechlichkeit vieler Komponenten, ebenso empfindliche oder wenig stabile Verpackungsformate sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Hitze oder Kälte während der Produktion und des Versands.
Lebensmittel- und Getränkehersteller stehen vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Als ob diese Probleme nicht schon genug wären, verursachen Engpässe und Übermengen Lieferprobleme und weitere Variablen, mit denen Sie umgehen müssen. Während Engpässe ein Problem darstellen, das gelöst werden muss, wurden zumindest Rohstoff, wertschöpfende Arbeit und Verpackung nicht verschwendet. Für viele Lebensmittel- und Getränkeunternehmen wirken sich Übermengen am stärksten auf den Geschäftserfolg aus.
Was sind Übermengen?
Versandübermengen entstehen, wenn größere Mengen als vom Käufer bestellt versandt werden. Häufig sind diese Mengen nicht auf dem Frachtbrief aufgeführt und lösen eine Reaktionskette aus. In manchen Fällen erklärt sich ein Einzelhändler bereit, die Versandübermenge zu akzeptieren und später zu bezahlen. Während dies dem Hersteller kurzfristig den vollen Wert sichert, wirkt es sich auf den Cashflow aus. Ist das Problem systemisch, kann dieser Cashflow das Betriebsergebnis belasten.
In anderen Fällen möchte der Einzelhändler nicht bezahlen, aber eine Rücksendung an den Hersteller kann am „Verbrauchsdatum“ scheitern oder der Transport kann teurer sein als der Wert der überlieferten Ware. In solchen Fällen kann der Hersteller dem Einzelhändler erlauben, die Ware zu behalten und sie als Verlust zu verbuchen. Selbst wenn die überlieferten Waren zurückgegeben werden, müssen sie möglicherweise entsorgt werden, ohne jemals konsumiert zu werden. Diese Entsorgung erhöht die Energiekosten und Treibhausgasemissionen durch zusätzlichen Transport und die Nutzung von Deponien.
Übermengen sind Teil des globalen Problems von Abfall in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Das Problem der Versandübermengen ist für Hersteller ein Thema mit direktem Einfluss auf den Geschäftserfolg. Es ist auch ein Zeichen für manuelle oder fehlerhafte Prozesse, die mit der Geschwindigkeit der Lieferkette nicht Schritt halten. Übermengen sind zudem ein Teil des globalen Problems von Abfall in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Während die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln steigt und viele Haushalte von Ernährungsunsicherheit betroffen sind, nimmt der Abfall weiter zu. Schätzungen zufolge werden29–44 Milliarden Pfund Lebensmittel jährlich in den USA in Restaurants, Krankenhäusern, Hotels und Schulen weggeworfen.
Weltweit wird fast ein Drittel aller Lebensmittel vor dem Verzehr entsorgt, was einer enormen Menge von 1,3 Milliarden Tonnen entspricht – mit einem Wert von etwa USD 1 Billion. Die Reduzierung von Übermengen ist ein guter Ansatzpunkt für Lebensmittel- und Getränkeunternehmen, die ihr ESG-Profil verbessern möchten.
Management von Versandübermengen
Angesichts der wachsenden globalen Krise durch Abfall in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie und der erheblichen Gewinnverluste durch Übermengen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Produktion und Transport so zu steuern, dass diese kostspieligen Fehler vermieden und das Potenzial für Abfall reduziert werden:
Verbesserte Prozesssichtbarkeit
Die meisten Übermengen sind ein Zeichen für fehlerhafte oder unzureichende Prozesse. Da der Hersteller keinen vollständigen Überblick über den Produktionsprozess hat, können Zählungen, Gewichte und Dokumentationen fehlerhaft sein, was zu Überlieferungen führt. Um dies zu vermeiden, benötigen Hersteller eine bessere Prozesssichtbarkeit – vom Anbieter über die Produktion bis zum Endkunden.Plex Supply Chain Planning bietet speziell auf die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zugeschnittene Lösungen, um eine durchgängige Transparenz aller Prozesse zu ermöglichen.
Einsatz von Echtzeit-Software
Genauso wie Produktionsprozesse eine Optimierung erfordern, gilt dies auch für Transport- und Lieferprozesse. Echtzeit-Verfolgung und automatisierte Dokumentation helfen, Produkte bis zur Ankunft beim Einzelhändler zu verwalten. Software, die sich in Logistik- und Transportunternehmen integrieren lässt, kann Daten in Echtzeit verfolgen, sodass Probleme erkannt werden, sobald oder noch bevor sie auftreten.
Automatisieren Sie Ihre Lieferkette
Mit einer automatisierten Lieferkette in Echtzeit unterstützen Nachfrage- und Angebotsprognosen Sie dabei, Bedarf und Lagerbestand strategisch zu planen. Automatisierte Transaktionen für den Lagerbestand, die an erweiterte Analysen gekoppelt sind, machen die Produktionsplanung proaktiv. Da Software wie Plex Supply Chain Planning mit anderer Unternehmenssoftware wie ERP-Systemen integriert werden kann, können Unternehmen Material und Kapazitäten besser steuern und so die Wahrscheinlichkeit von Überproduktion und Versand allein zur Verwertung überschüssigen Materials reduzieren.
Mit Software Übermengen und Abfall bekämpfen
Die Herausforderungen in der Lebensmittel- und Getränkeproduktion sind enorm. Warum sollten Sie Geld durch Übermengen verlieren, wenn Sie Ihre Prozesse, Planung und Compliance digital steuern können, um Übermengen zu vermeiden und Abfall zu reduzieren? Die Plex Supply Chain Planning Softwarelösung für Lebensmittel und Getränke kann Prozesse automatisieren, Prognosen mit Genauigkeit erstellen und umsetzbare Erkenntnisse liefern, um die Verantwortung für Abfallvermeidung zu stärken und gleichzeitig kostspielige Übermengen zu eliminieren.
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